Nachhaltigkeit und Verantwortung


 

Kern unseres Qualitätsmanagements ist der intensive persönliche Kontakt zu den Produzenten.

Mindestens einmal pro Jahr sind wir vor Ort und beraten mit den Erzeugern über Verbesserungen und Qualitätsstandards. Auch kommunizieren wir die Anforderungen in den Zielmärkten um ein besseres Verständnis für die von uns vorgeschlagenen Maßnahmen zu erreichen. Wo immer möglich versuchen wir Regelungen zu erreichen, die nicht als Bevormundung zu verstehen sind. Ein solches Verhältnis entsteht durch viel Geduld und auf Basis einer ebenbürtigen Partnerschaft. Westliche Zertifizierungen, die sich an Normen orientieren, die in den produzierenden Ländern häufig völlig fremd sind, versuchen wir so weit wie möglich zu vermeiden.
Die hohe Qualität unserer Tees und die extrem niedrigen Rückstandswerte beweisen, dass dies der richtige Ansatz ist.




 

Zertifizierung

Es gibt zwei Zertifizierungen die unumgänglich sind. Die EU-Bio Zertifizierung und die Fairtrade Zertifizierung durch FLO-cert. Beide zusammen garantieren die Einhaltung der Mindeststandards für ökologischen Anbau (kein Einsatz von Herbiziden, Pestiziden, Fungiziden und künstlichen Düngern), als auch die des Ausschlusses von Kinderarbeit, Frauendiskriminierung und Ausbeutung von Arbeitern. Dies wird selbstverständlich auch von uns sichergestellt, bevor wir mit einem Erzeuger eine Kooperation eingehen.

 

Die Ernte und Herstellung

Unser Ostfriesen Tee besteht zu 100% aus schwarzen Blatttees. Die Blätter der Teebüsche (in Vietnam Bäume) werden geerntet, wenn sie jung und zart sind. Nach der Ernte werden die Blätter gewelkt, damit sie ca. 30% der Feuchtigkeit verlieren, um dann in großen Maschinen ‘gerollt’ zu werden. Das bedeutet, die Zellen der Blätter werden beim Rollen aufgebrochen und der Blattsaft tritt aus. Gleichzeitig werden die Blätter aufgerollt, was zu der charakteristischen Form führt. Nach dem Rollen lässt man die Blätter fermentieren. In diesem Prozess bekommen die Blätter ihre rot-schwarze Farbe und das Aroma entwickelt sich. Zum Schluss werden die Blätter bei ca. 110°C getrocknet und danach in verschiedene Größen sortiert.

 

Die Anbaugebiete

Assam:

Im äußersten Nord-Osten des indischen Sub-Kontinents erstreckt sich das Delta des Brahmaputras. In dieser Ebene wurden von den Engländern Tee-Plantagen angepflanzt. Die Pflanze holten Sie aus den Regenwäldern an der Grenze zu Burma im Nagaland. Diese großblätterige Sorte ist die Ur-Teepflanze. Durch Selektion wurden im Laufe der Zeit die so genannten Assam Clones entwickelt. Diese Tees geben den starken und herben Charakter in der klassischen Ostfriesen Mischung. 



 

Vietnam:

In den Regenwäldern im Norden Vietnams ernten indigene Stämme der H’mong und Dao Blätter von wild wachsenden Tee-Bäumen. Diese Blätter zeichnen sich vor allem durch einen wesentlich höheren Gehalt an wertgebenden Inhaltsstoffen aus, da sie völlig unverzüchtet sind. Das Fernmentations-Verfahren unterscheidet sich leicht von dem in Assam, wodurch die Tees ein einzigartig malzig-würziges Aroma bekommen. Diese Tees geben unserem Ostfriesentee seinen unvergleichlichen Körper.


 

Bangladesch:

Nördlich von Assam in der Region Panshagahr gibt es ein Bio-Tee-Projekt, in dem ein Schwarztee produziert wird, der eine wunderbar blumige Süße besitzt. Hier wird weitgehend unter Ausschluss von Sauerstoff fermentiert und es entstehen milde Schwarztees. Diese Tees geben unserem Ostfriesentee die blumige Note.